Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen
Wie kann ich erkennen, ob bei meinem Kind eine Angststörung vorliegt?
Folgende Anzeichen können auf eine Angststörung hinweisen:
- Ängste und Sorgen vor verschiedenen Situationen, z.B. in der Schule (Lehrer, Arbeiten), dem Sprechen vor anderen, Sorgen um die Gesundheit, aufgrund von möglichen Naturkatastrophen, Angst vor Tieren
- Vermeidung von Situationen, die die spezifischen Ängste auslösen
- Kein oder nicht vollständiger Schulbesuch (z.B. Fehlen einzelner Stunden oder Tage)
- Sozialer Rückzug
- Schlafprobleme
- Ihr Kind verbringt viel Zeit am Handy, Tablet oder Computer
An wen kann ich mich wenden, wenn ich bei meinem Kind eine Angststörung vermute?
Wenn es Hinweise auf eine Angststörung gibt, sind Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten*innen oder Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie die richtigen Ansprechpersonen und es sollte eine kinder- und jugendpsychiatrische/psychotherapeutische Diagnostik durchgeführt werden.
Wer nimmt eine genaue Diagnostik vor?
Diagnostik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie- und psychotherapie bedeutet eine fachliche Beurteilung von Symptomen (d.h. Anzeichen im Verhalten oder Erleben von Patient*innen), welche auf das Vorliegen einer psychischen Störung hindeuten können. Kinder- und jugendpsychiatrische/psychotherapeutische Diagnostik wird von folgenden Stellen angeboten:
- Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in eigenen Praxen
- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in eigenen Praxen
- Psychiatrische Institutsambulanzen von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken (z.B. Universitätsklinikum Frankfurt)
- Während eines teilstationären oder stationären Aufenthaltes in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik
Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Diagnostik sind unter folgendem Link zu finden:
Wie finde ich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten*innen oder Fachärzt*innen für Kinder und Jugendpsychiatrie?
Unter folgenden Links können Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen oder Fachärzt*innen für Kinder und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie in Hessen gefunden werden:
https://arztsuchehessen.de/ (Kassenärztliche Vereinigung Hessen)
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Psychotherapie
Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen umfasst die Behandlung psychischer Erkrankungen durch psychologische Mittel z.B. bestimmte Techniken der Gesprächsführung oder verhaltensbasierte Übungen. Bei Kindern und Jugendlichen hat sich bei vielen Störungsbildern die (kognitive) Verhaltenstherapie als besonders wirksam erwiesen, es werden aber auch andere Therapieverfahren, je nach vorliegender psychischer Erkrankung, eingesetzt (z.B. Familiengespräche, interpersonelle Therapie o.ä.). Psychotherapie wird in Deutschland angeboten von:
- Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in eigenen Praxen
- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in eigenen Praxen
- Psychiatrische Institutsambulanzen von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken (z.B. Universitätsklinikum Frankfurt)
- Während eines teilstationären oder stationären Aufenthaltes in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik
Unter folgenden Links sind weitere Informationen zu dem Thema Psychotherapie zu finden:
- https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/therapie/psychotherapie/psychotherapie/
- https://www.bptk.de/wp-content/uploads/2019/01/BPtK_Elternratgeber_01.pdf
Je nach Ausprägung der Symptome kann die indizierte Behandlungsform variieren:
Ambulante Behandlung
Bei der ambulanten psychotherapeutischen Behandlung erhalten Kinder und Jugendliche regelmäßig Sitzungen bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in oder einer Fachärzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Das Kind besucht die Praxis in regelmäßigen Abständen und kehrt nach jeder Sitzung wieder nach Hause zurück.
Teilstationäre Behandlung
Eine teilstationäre Behandlung in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik wird dann notwendig, wenn die Symptome so ausgeprägt sind, dass eine intensivere Betreuung und Unterstützung während des Tages erforderlich sind, beispielsweise, wenn der Schulbesuch nicht regelmäßig stattfindet. Kinder und Jugendliche verbringen den Tag in einer therapeutischen Einrichtung oder Klinik und kehren abends nach Hause zurück.
Vollstationäre Behandlung
Eine vollstationäre Behandlung in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik ist notwendig, wenn die psychischen oder psychiatrischen Probleme so schwerwiegend sind, dass eine kontinuierliche Betreuung und intensive medizinische Versorgung erforderlich sind. Kinder und Jugendliche erhalten rund um die Uhr Unterstützung von Psycholog*innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen, Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Pflegepersonal.
Medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie (auch Pharmakotherapie) bei Kindern und Jugendlichen umfasst die Behandlung psychischer Erkrankungen durch Medikamente (sogenannte Psychopharmaka). Bei Kindern und Jugendlichen ist bei bestimmten Erkrankungen primär die medikamentöse Therapie indiziert, bei zahlreichen schweren Erkrankungsformen ist insbesondere die Kombination aus medikamentöser Therapie und Psychotherapie besonders wirksam. Eine medikamentöse Therapie wird in Deutschland angeboten von:
- Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in eigenen Praxen
- Psychiatrische Institutsambulanzen von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken (z.B. Universitätsklinikum Frankfurt)
- Während eines teilstationären oder stationären Aufenthaltes in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik
Wo finde ich weiterführende Informationen und Rat zum Umgang mit Angststörungen meines Kindes?
Empfehlenswerte Ratgeber für Eltern und Kinder sind die Bücher „Ratgeber Soziale Ängste und Leistungsängste“ (ISBN-13: 978-3801725372) und „Selbsthilfe bei Angst im Kindes- und Jugendalter“ (ISDN-13: 978-3801714802)
Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Angststörungen sind unter folgendem Link zu finden:
Medikamentöse Therapie
Medikamentöse Therapie (auch Pharmakotherapie) bei Kindern und Jugendlichen umfasst die Behandlung psychischer Erkrankungen durch Medikamente (sogenannte Psychopharmaka). Bei Kindern und Jugendlichen ist bei bestimmten Erkrankungen primär die medikamentöse Therapie indiziert, bei zahlreichen schweren Erkrankungsformen ist insbesondere die Kombination aus medikamentöser Therapie und Psychotherapie besonders wirksam. Eine medikamentöse Therapie wird in Deutschland angeboten von:
- Fachärzt*innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in eigenen Praxen
- Psychiatrische Institutsambulanzen von kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken (z.B. Universitätsklinikum Frankfurt)
- Während eines teilstationären oder stationären Aufenthaltes in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik